Die Aufstiegshoffnungen des MSV Duisburg platzten auf bittere Art: Nach einem nervenaufreibenden Remis gegen Viktoria Köln trauern die Zebras vergebenen Chancen, strittigen Schiedsrichterpfiffen und einem weiteren schmerzhaften Beinahe-Erfolg hinterher.
Besonders ärgerlich für Duisburg war eine Elfmeterszene kurz vor Schluss, als Lex Tyger Lobinger offenbar im Strafraum gefoult wurde, doch der Pfiff blieb aus.
Elfmeterfrust verstärkt Duisburger Enttäuschung
Die Szene war nach dem Abpfiff das große Thema, denn Duisburg beendete die komplette Drittliga-Saison über 38 Spiele ohne einen einzigen zugesprochenen Elfmeter. Spieler und Fans konnten es kaum fassen, die Verantwortlichen rätselten, wie es zu dieser Statistik kommen konnte.
Für Stürmer Florian Krüger war das Resultat besonders schmerzhaft. Schon im Vorjahr hatte er mit dem 1. FC Saarbrücken eine bittere Relegationspleite gegen Eintracht Braunschweig verkraften müssen. Nun endete erneut ein wichtiges Spiel enttäuschend. Krüger sagte, er fühle sich „leer“ und das Ergebnis sei nach all dem Einsatz im Aufstiegskampf schwer zu akzeptieren.
Duisburg startete stark und dominierte weite Teile der ersten Hälfte. Laut Krüger zeigte das Team genug Einsatz und Wille, doch die Stimmung kippte, nachdem Viktoria Köln kurz nach der Pause traf. Rasch machten sich Druck und Nervosität bei Spielern und Zuschauern breit.
Coskun kritisiert Schiedsrichterentscheidungen nach bitterem Saisonfinale
Auch Teamkollege Can Coskun ging mit den Schiedsrichterleistungen hart ins Gericht und sagte, so eine Saison habe er noch nie erlebt. Neben der Spielleitung an sich kritisierte er grundlegende Entscheidungsprozesse, durch die über das Jahr hinweg mehrere mögliche Fouls nicht als solche gewertet wurden.
Trotz des bitteren Endes kann Duisburg dennoch auf eine konkurrenzfähige Saison zurückblicken. Direkt nach dem Abpfiff überwogen im Verein jedoch Trauer und Enttäuschung über eine riesige verpasste Chance.

