Der MSV Duisburg hat sich mit einem 2:1-Erfolg nach Verlängerung bei Union Nettetal mühsam in die nächste Runde des Niederrheinpokals gezittert. Gegen den drei Klassen tiefer spielenden Gegner tat sich der Drittligist lange schwer und stand kurz vor einer Blamage. Erst ein spätes Tor von Thilo Töpken bewahrte die Zebras vor dem Aus.
Töpken liefert unter Druck
Der 24-jährige Angreifer brachte die Zebras in der ersten Halbzeit in Führung und stellte dabei seinen Torinstinkt unter Beweis. Nettetal steckte jedoch nicht auf, glich aus und zwang die Partie in die Verlängerung. Als die Uhr herunterlief, war es erneut Töpken, der in der 109. Minute den Unterschied machte und den Deckel draufsetzte. Sein Einsatz unterstreicht seine wachsende Bedeutung für Duisburg in einer ohnehin schwierigen Saison.
Verletzungssorgen überlagern den Sieg
Die Freude über den Sieg wurde jedoch von Sorge um Töpkens Knie überschattet. Der Stürmer zog sich während der Partie eine Verletzung zu, biss auf die Zähne und spielte sichtlich gehandicapt weiter. Trotz seines entscheidenden Treffers machte sein kämpfender Auftritt Mitspielern und Fans gleichermaßen Sorgen. In den nächsten Tagen soll eine Untersuchung Aufschluss geben; erst danach steht fest, ob er in den kommenden Ligaspielen dabei sein kann.
Fokus richtet sich auf Wehen Wiesbaden
Nun rückt die 3. Liga in den Fokus: Nächste Woche geht es für Duisburg gegen den SV Wehen Wiesbaden. Die Partie ist richtungsweisend, weil die Zebras dringend Punkte brauchen, um sich in der Tabelle nach oben zu arbeiten und Ruhe in die Saison zu bringen. Fällt Töpken aus, muss Trainer Dietmar Hirsch seine Offensivpläne überdenken – bislang kommt kein anderer Angreifer an seine Torquote heran.
Offene Fragen für die kommenden Wochen
Der knappe Sieg in Nettetal hat erneut gezeigt, wie sehr Duisburg von Töpken abhängig ist. Sein Einsatz und seine Tore sorgen zwar für Applaus, doch das fehlende Tempo und die schwankende Leistung des Teams sind alarmierend. Hirsch und seine Mannschaft müssen sich schnell sammeln, die Konzentration schärfen und konstanter auftreten, wenn sie in der Liga mit Selbstvertrauen bestehen wollen.

